Seit vielen Jahren kämpft Reingers gegen die Abwanderung und ist um Bevölkerungszuwachs sowie Bleiben Einheimischer bemüht. Zu diesem Zweck hat sich die Gemeinde 2019 entschlossen, an der Initiative „zuHaus im Waldviertel“ teilzunehmen.

Verhältnismäßig rasch ist es im Zusammenwirken gelungen, Reingers mit umfassend gesetzten Maßnahmen in die Initiative zu integrieren. Bereits nach wenigen Monaten stieg die Nachfragen zum Zuzug in Reingers spürbar.

Nach abgeschlossenen Vorbereitungsarbeiten fanden im Mai 2020 die ersten Arbeitsgespräche für das auf die Gemeinde zugeschnittene Konzept zur Leerstandminimierung statt. Erhebungen wurden in Teamarbeit vorgenommen, Ergebnisse gemeinsam analysiert, justiert und in Folge Maßnahmen zur Umsetzung gebracht. In den ersten zwei Monaten nach dem Start konnten die ersten neuen Bürger in Reingers begrüßt und ein länger leerstehendes Haus wiederbelebt werden. Die zugezogene Familie sowie der bisherige Hauseigentümer sind mit der Wegbegleitung durch die Initiative höchst begeistert.

Im Zuge der persönlichen Begrüßung durch Bürgermeister Kozar wurde die informative „Willkommensmappe“ den neuen Bürgern in Reingers überreicht. „Mit der kostenfreien Teilnahme an „zuHaus im Waldviertel“ haben wir das erste nachhaltige Ergebnis für die Gemeinde erzielt, was ich anfänglich gar nicht für möglich hielt“ so Bürgermeister Kozar. Wir stehen am Beginn des eingeschlagenen Weges. Weitere gemeinsame Projekte stehen bereits auf der Startrampe.

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v.l. Bgm. Andreas Kozar MBA, Marion und Siegfried Friedrich (Ansiedler), Roland Böhm, Peter Keller (zuHaus im Waldviertel) Foto: Gemeinde

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v.l. Carola und Ing. Mario Tomasek mit Tochter Linda (zugezogene Unternehmerfamilie), Vbgm. Stefanie Lendl und Bgm. Andreas Kozar, Foto: Gemeinde

Reingers zählt 613 Einwohner (zuzügl. 202 Nebenwohnsitzer) und liegt am nördlichsten Teil des Waldviertels. Heißt es im Slogan des Waldviertels „Wo wir sind ist oben“, kann man in Reingers getrost von „Wo wir sind, ist GANZ oben“ sprechen. Die Gemeinde ist stets bemüht, sich als Wohnstandort für Jungfamilien zu empfehlen.

Laufend werden attraktive Bauplätze zu leistbaren Preisen angeboten, wobei auf Anraten der Initiative davon abgegangen wird, die Bauplätze beinahe zu verschenken. Grund und Boden hat bleibenden Wert, die Region bietet eine hervorragende Lebensqualität, der Standort soll sich nicht selbst durch „Schleuderpreise“ entwerten. Seit 2015 besteht eine Kleinkinderbetreuung in der Gemeinde, wodurch es zahlreichen Müttern ermöglicht wurde, ins Arbeitsleben zurückzukehren. Apropos Arbeit: Zahlreiche Betriebe im Waldviertel suchen händeringend nach gut ausgebildeten Fachkräften.

Die Zeit, in der es im Waldviertel keine Arbeitsplätze gab, ist vorbei. Selbst die Entfernungen zum Arbeitsplatz sind relativ. Braucht man z.B. in Wien je nach Wohnstandort und Arbeitsplatz gut und gerne 45 min. zur Arbeit, erreicht man von Reingers in gleicher Zeit aus, mit Ausnahme von Krems, jede Waldviertler Bezirksstadt, ohne Stau und umständliche Parkplatzsuche. Vor wenigen Tagen wurde der Startschuss für den Glasfaserausbau im Gemeindegebiet gegeben. Spätestens im Juni 2021 gehen die ersten schnellen Internetanschlüsse ans Netz. Wie wichtig gerade im ländlichen Raum eine belastbare Internetverbindung ist, hat der Lockdown gezeigt. Das dadurch gestiegene Homeoffice wird die Anforderungen an Breitbandverbindungen auch in Zukunft hochhalten.

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Familie Friedrich sind von Reinges, der überreichten Willkommensmappe und dem begleitenden Service der Initiative begeistert

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Freitag, 21.August 2020

zuHaus im Waldviertel wurde 2016 von Peter Keller mit dem Ziel, den Wohnstandort für Partnergemeinden im Waldviertel zu forcieren gegründet. Die Initiative ist der Zusammenschluss von derzeit sieben Gemeinden die sich im Verbund, weit über die Grenzen hinweg dauerhaft präsentieren. Das Thema ist im Rahmen des unvergleichbaren Konzepts definiert und umfasst, die Leerstandsminimierungen, den Bevölkerungszuwachs und das Bleiben Einheimischer im Waldviertel.

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